Post vom Pfarrer (23.6.2020): Wie geht es weiter?

Liebe Mundelsheimerinnen und Mundelsheimer,

der Gottesdienstauftakt im Grünen am letzten Sonntag ist geglückt! Schön, dass so viele da waren!
Herzlichen Dank dem Posaunenchor, dem Kirchengemeinderat und allen, die mit angepackt haben und diesen Gottesdienst möglich gemacht haben! Vielen Dank an Paul Möhrer für den großartigen Altar und an Margret Götz für die Blumen! Vielen Dank allen, die fröhlich mitgefeiert haben! So kann es weiter gehen!

Am Sonntag laden wir ganz herzlich zum Gottesdienst in unsere Nikolauskirche ein. Wir rechnen mit einigem Andrang und wollen entsprechend vorbereitet sein. In der Kirche gibt es knapp fünfzig Sitzplätze, denn wir werden die Abstandsregel von 2m einhalten. Trotzdem können sich Personen, die zu einem Haushalt gehören oder Familien, die sich auch privat begegnen, gemeinsam eine Kirchenbank teilen. Damit erhöht sich auch die Anzahl an Gottesdienstbesuchern, die in unserer Kirche Platz finden.

Die Frage, die nun sicher viele beschäftigt: Was ist, wenn die Kirche voll ist? Zunächst einmal wäre das ja etwas Schönes ! Aber wir wollen natürlich auch keinen vom Gottesdienst ausschließen! Zwei Dinge haben wir uns überlegt, die von der Witterung abhängen:
Bei gutem Wetter
werden wir die Außenflächen mit einbeziehen, wir werden also Fenster und Türen unserer Nikolauskirche öffnen und den Gottesdienst mit Lautsprechern nach draußen übertragen. Den Kirchenvorplatz werden wir bestuhlen, den oberen Pfarrgarten frei geben für Picknickdecken und eigene Stühle.
Bei schlechtem Wetter bleiben wir in der Nikolauskirche, bieten dort dann aber einen zweiten Gottesdienst um 11.30 Uhr an, sollten nicht alle Besucher eine Gelegenheit erhalten haben, im ersten Gottesdienst mitzufeiern.

Ich bin Gott sehr dankbar, dass wir Gemeinschaft jetzt wieder neu erleben können, auch wenn die Umstände noch andere sind wie zu Beginn des Jahres. Sollten Sie unsicher sein oder Fragen haben, dürfen Sie sich jederzeit an mich wenden. Auf unserer Homepage werden wir zudem immer die neusten Informationen bieten. Ich wünsche allen ein gesegnetes Wochenende!!

Herzliche Grüße
Ihr Pfarrer Christopher Reichert

 
 

Post vom Pfarrer (19.6.2020): Ein paar Worte zum Gottesdienstauftakt

Am Sonntag ist es also so weit!

Wir werden auch in unseren Gottesdiensten endlich wieder live und in Farbe begegnen.
Ein paar Dinge, damit dieser Gottesdienst auch gelingt:

  • Wir werden feiern und uns auch von ein paar Regentropfen nicht davon abhalten. Sollte das Wetter verheerend schlecht werden, sagen wir den Gottesdienst trotzdem ersatzlos ab. Aktuelle Informationen dazu sind wie immer auf unserer Homepage zu finden
  • Wir nutzen die Größe des Geländes und werden zwar Plätze mit Abständen bereit stellen und markieren. Wir setzen aber auch auf die Eigenverantwortlichkeit unserer Gottesdienstbesucher, die sich in Familienverbänden auch auf Picknick-Decken niederlassen dürfen.
  • Es wird Liedblätter zum Mitsingen geben. Ein so banaler Satz, der bei mir (und hoffentlich noch bei vielen anderen) so viel Vorfreude auslöst.

Soweit zu den äußeren Bedingungen des Gottesdienstes.
Wenn Sie Fragen haben, dürfen Sie auch gerne im Pfarrbüro anrufen.

Herzliche Grüße Bleiben Sie behütet!
Ihr Christopher Reichert 

 
 

Post vom Pfarrer (8.6.2020): Schrittweise Wiederaufnahme der Gottesdienste

Liebe Mitchristen in Mundelsheim,

die Zeiten ändern sich, aber sie sind noch nicht die alten. Trotzdem wollen wir als Kirchengemeinde uns an die veränderten Bedingungen und Lockerungen anpassen. Dazu hat der Kirchengemeinderat einen neuen Beschluss bezüglich der Gottesdienste gefasst:

  • Die Online-Gottesdienste im Format „kurz und mundig“ werden in Zukunft monatlich erscheinen. Sie erfreuen sich einiger Beliebtheit mit ca. 500 Aufrufen pro Folge.
  • Dafür werden wir monatlich auch einen Gottesdienst im Grünen auf der Hart feiern, am 21. Juni wird der Auftakt sein.
  • An den übrigen Sonntagen im Monat werden wir – unter den derzeitig gültigen Auflagen – wieder einen Gottesdienst in der Nikolauskirche feiern. Diesen werden wir voraussichtlich aufnehmen und anschließend ins Internet stellen. Nähere Informationen dazu werden folgen.

Ein persönliches Wort von mir noch dazu: Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass Gott uns auch über das Internet und über Online-Gottesdienste verbinden, segnen und begegnen kann. Ich habe das in den letzten Wochen auch so erlebt. Allerdings wurde mir mit jeder weiteren Woche in der Krise auch klar, dass etwas fehlt: Die Gemeinschaft von Angesicht zu Angesicht. Man kann sich anders begegnen und austauschen, wenn man zusammenkommt und sich sieht. Von daher freue ich mich persönlich sehr auf unseren Auftakt auf der Hart am 21. Juni.

Alle Einzelheiten zu diesem Gottesdienst im Grünen folgen dann nächste Woche.
Bleiben Sie behütet! Seien Sie gesegnet!

Ihr Pfarrer Christopher Reichert

 

 

 

 

Post vom Pfarrer (18.5.2020): Kommentar zu den Gottesdiensten – Himmelfahrt

Liebe Mundelsheimerinnen und Mundelsheimer,

Viele fragen sich, warum wir an Himmelfahrt in Mundelsheim keinen Gottesdienst anbieten werden. Drei Antworten:

  • Das „Fest auf dem Böckler“, welches hier in Mundelsheim eng mit Himmelfahrt und mit dem Gottesdienst verbunden ist, wurde ebenfalls abgesagt.
  • Es gibt nach wie vor viele attraktive Online-Angebote, die man nutzen kann, um Gottesdienst zu feiern.
  • Der Aufwand wäre einfach zu hoch gewesen.

Der dritte Punkt verlangt nach einer ausführlicheren Erläuterung.

Warum werden wir keinen Gottesdienst im Grünen anbieten?
Es war für die KGR-Taskforce (Sandra Weiler, Carola Cada, Bärbel Bäuerle und Wolfgang Herkle) ein enormer Kraftakt, die Öffnung unserer Nikolauskirche vorzubereiten. Parallel noch einen Gottesdienst im Freien in dieser kurzen Zeit zu stemmen, das wollte ich dem Team nicht zumuten.

Warum wird es kein Video zum Abspielen in der Nikolauskirche geben?
Es wäre für unser kleines Video-Team (Sven Reichert, Simon Hekel und meine Wenigkeit) nicht leistbar gewesen, unter der Woche noch einen weiteren Gottesdienst aufzunehmen und zu produzieren. Sven und Simon sind beide voll berufstätig und seit der Krise jede Woche ununterbrochen voll im Einsatz. Ich möchte ihr sowieso schon hohes Engagement nicht überstrapazieren.
Auch für mich als Pfarrer bedeutet der Online-Gottesdienst einen erheblichen Mehraufwand. Ich bin nach wie vor mit sehr viel Freude und Herzblut dabei, aber auch mit hohem Einsatz, denn es gilt Woche für Woche

  • den Gottesdienst zu konzipieren.
  • geeignete Interviewpartner zu finden.
  • die Interviews technisch und inhaltlich vorzubereiten, aufzunehmen und zu bearbeiten.
  • die Kurz-Ansprache zu schreiben und medial aufzubereiten.
  • die Musizierenden anzusprechen und einzubinden.
  • die Video-Aufnahmen der Musiker zu begleiten.
  • die Liturgie des Gottesdiensts zu entwerfen.
  • die eigenen Teile des Gottesdienstes aufzunehmen.
  • das Video-und Ton-Material zu sammeln, zu sichten und zu bearbeiten.
  • den Schnitt des Filmes vorzunehmen(!),
  • die Veröffentlichung auf Youtube vorzubereiten,
  • und viele, viele, Kleinigkeiten drum herum zu beachten.

Das alles kostet Zeit, pro Online-Gottesdienst mindestens 20, regelmäßig aber auch 30 Stunden und mehr, schon allein für mich als Pfarrer. Warum ich diesen Aufwand betreibe? Die kurze Antwort: Um Gott mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele auch auf diesen neuen Wegen zu feiern und diese neue Form der Gemeinschaft mit ihm und untereinander zu nutzen! Die lange Antwort? Die würde hier den Rahmen sprengen. Aber ich würde leidenschaftlich gern darüber ins Gespräch kommen!

Fazit:
Ich hoffe daher auf Verständnis für diese Entscheidung, den Himmelfahrtsgottesdienst in diesem Jahr abzusagen. Ich hoffe ebenfalls, dass viele auch in Zukunft voller Freude einschalten bei allen Gottesdiensten, die es noch geben wird!

Herzliche Grüße und Gottes Segen
Euer Pfarrer Christopher Reichert

Post vom Pfarrer (13.5.2020): Kurz und bündig – Zweites Statement zur Kirchenöffnung

Liebe Mundelsheimerinnen und Mundelsheimer,

am Sonntag öffnen wir erstmals wieder die Nikolauskirche zum öffentlichen Gottesdienst.
Dort wird zunächst allerdings „nur“ der zuvor aufgenommene Gottesdienst „kurz und mundig“ abgespielt. Wir ermutigen ausdrücklich dazu, diesen – wenn möglich – wie gewohnt von zuhause aus zu verfolgen. Das ist im Moment einfach die sicherste Variante, um Gottesdienst zu feiern und auch diejenige, bei der ohne Mundschutz gesungen werden kann.

Wir als Kirchengemeinderat haben uns für die Öffnung unserer Kirchentüren am 17. Mai entschieden. Aber wir haben auch entschieden,

  • alle Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, die nötig sind, um das Infektionsrisiko gering zu halten.
  • allen Vorschriften und Auflagen der Landeskirche und der Regierung zu folgen.

Wir sagen es ausdrücklich, damit keine Missverständnisse entstehen: Wir sind Freunde des Gottesdienstes! Wir würden uns den Gottesdienst auch anders wünschen und ihn gerne anders feiern. Aber wir können eine öffentliche Versammlung unter den derzeitigen Umständen nicht anders verantworten.

Darum sollten sich alle Besucher der Nikolauskirche auf folgende Maßnahmen und Regeln einstellen:

  • Es ist ein Mindestabstand von 2 Metern zwischen den Gottesdienstbesuchern zu wahren.
  • Die Empore bleibt zunächst gesperrt.
  • Gottesdienstbesucher sollen eine Gesichtsmaske tragen.
  • Es werden keine Gesangbücher ausgegeben.
  • Auf gemeinsames Singen ist zu verzichten.
  • Der Infektionsschutz ist zu beachten.
  • Die Sitzkissen sind entfernt, man darf sein eigenes von zuhause mitbringen.
  • Besucher müssen am Eingang die Hände desinfizieren, Mittel dafür stehen bereit.
  • Der Sitzplatz kann nicht frei gewählt werden, sondern wird zugewiesen.
  • Die Gottesdienstdauer wird 35 Minuten nicht überschreiten.

Das sind in der Summe und auch in einzelnen Punkten sehr ungewohnte und sehr unerfreuliche Rahmenbedingungen für unseren Gottesdienst. Dennoch hoffen wir, dass der nächste Gottesdienst – online oder in der Kirche gefeiert – uns als Menschen zusammenbringt und verbindet.

Wir sind überzeugt, dass Gott viele Wege hat, um unser Herz zu erreichen, uns im Glauben zu stärken und Gemeinschaft zu schenken! Gott wird uns durch diese Zeit führen, uns auch in Zukunft begleiten und als der gute Hirte an unserer Seite sein! Damit sollten wir rechnen, darauf sollten wir vertrauen und das sollten wir an jedem Tag unseres Lebens erwarten, nicht nur an diesem so besonderen 17. Mai, der uns bevorsteht.

In diesem Sinne: Bleiben Sie behütet und gesegnet von unserem treuen Gott!

Ihr Pfarrer Christopher Reichert und Ihre gewählten Vertreter des Kirchengemeinderats Mundelsheim

 

 

 

Post vom Pfarrer (5.5.2020): Lang und wichtig – Statement zur Kirchenöffnung

Liebe Mundelsheimerinnen und Mundelsheimer,

seit Wochen schon hatte ich diesen Traum: Die Corona-Zeit ist vorüber, wir öffnen zum ersten Mal wieder die Pforten unserer Nikolauskirche und sie ist voll bis auf den letzten Platz. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, alle freuen sich, umarmen sich, singen gemeinsam, loben Gott und sind dankbar, diesen Moment erleben zu dürfen.

Die Realität sieht jetzt leider ganz anders aus. Wir dürfen unsere Kirchentüren zwar wieder für Gottesdienste öffnen, doch nur unter sehr strengen Auflagen. Hier sind die wichtigsten Vorgaben, die uns von der Landeskirche für eine Wiederaufnahme des Gottesdienstes gemacht werden (etwas gekürzt):

  • Es ist ein Mindestabstand von 2 Metern zwischen den Gottesdienstbesuchern zu gewährleisten.
  • Die Empore ist gesperrt (einzige Ausnahme: Organisten).
  • Gottesdienstbesucher sollen eine Gesichtsmaske tragen.
  • Es werden keine Gesangbücher ausgegeben.
  • Auf gemeinsames Singen ist zu verzichten.
  • Es dürfen keine Blasinstrumente eingesetzt werden, lediglich ein Solist, eine Solistin ist zugelassen.
  • Der Infektionsschutz ist zu beachten.
  • Die Gottesdienstdauer darf 35 Minuten nicht überschreiten.

Ein normaler Gottesdienst, wie wir ihn aus der Vergangenheit kannten und schätzten, ist unter solchen Umständen kaum denkbar.

Der Kirchengemeinderat hat die Bestimmungen, die seit Donnerstagabend bekannt sind, in einer Sondersitzung am Samstag diskutiert. Verschiedene Szenarien wurden durchgespielt, wie mit dieser Möglichkeit zur Öffnung nun am besten umzugehen ist. Wir haben um Weisheit gebetet, um gute Ideen gerungen, uns mit klaren und auch emotionalen Worten ausgetauscht.

Das Ergebnis möchten wir hiermit der Gemeinde mitteilen:
Das derzeitige Gottesdienstformat „kurz und mundig“ wird wie bisher beibehalten. Zusätzlich bieten wir ab dem 17. Mai sonntags um 10.00 Uhr die Möglichkeit, diesen Gottesdienst „von Couch zu Couch“ in der Kirche auf der Leinwand anzuschauen. Ergänzend arbeiten wir daran, die Kilianskirche unter der Woche zum persönlichen Gebet zu öffnen.

 

Die Hauptgründe für diese Entscheidung:

  • Wir wollen allen, die zur Risiko-Gruppe gehören nach wie vor die Möglichkeit bieten an unserem Gemeindegottesdienst teilzunehmen.
  • Wir wollen allen, die keinen Zugang zu diesem Online-Gottesdienst haben, die Chance geben, ihn in der Kirche anzuschauen.
  • Wir halten vorerst fest an einem einzigen Gottesdienst für alle, unabhängig davon, ob sie ihn in der Kirche oder zuhause erleben.
  • Wir möchten nach wie vor musikalische Vielfalt bieten, die mehrere Musiker einbezieht. Das ist nur bei Gottesdienstaufzeichnungen im Voraus möglich.
  • Wir möchten Menschen, die zur Risiko-Gruppe gehören und am gesellschaftlichen Leben nur sehr eingeschränkt teilnehmen können, nicht zusätzlich noch vom Gottesdienst ausschließen.
  • Wir wollen größere Menschenansammlungen vor der Kirche vermeiden, um das Infektionsrisiko durch die Öffnung des Gottesdienstraums nicht unnötig zu erhöhen.
  • Wir wollen alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um zu verhindern, dass sich Menschen sich im Rahmen eines Gottesdienstbesuches mit dem Virus infizieren.

Wir hoffen, dass Gottes Segen und seine Stärkung auch in diesen neuen Formen erfahrbar ist und bleibt. Außerdem bitten wir die Gemeinde um Verständnis für diese Entscheidung und sind gleichzeitig offen für Anmerkungen, Bedenken und Ergänzungen. Zögern Sie nicht, uns anzusprechen.

Wir werden jetzt mit dieser Form der Öffnung Erfahrungen sammeln. Wir können nicht sagen, was auf uns zukommen wird. Wir können allerdings versichern, dass wir die nächsten Wochen offen sein werden für Anregungen und dass wir die Geschehnisse auswerten werden. Gegebenenfalls werden wir unsere Entscheidungen anpassen oder weiterentwickeln. Doch für die nächsten Wochen wird das der Weg sein, für den wir uns entschieden haben. Wir laden herzlich ein, ihn mitzugehen und im Gebet zu begleiten!

 

Soweit zu dieser schweren, aber wichtigen Entscheidung.
Bleiben Sie behütet!

Herzliche Grüße von Ihrem

Pfarrer Reichert und dem gesamten Kirchengemeinderat

 

Anmerkung 1 - weitere Bestimmungen der Landeskirche:

„Das Heilige Abendmahl, Ordinations-, Konfirmations- und Jubiläumskonfirmations-Gottesdienste können bis auf weiteres nicht gefeiert werden. Trauungen sollten verschoben werden. Kindergottesdienste finden bis zur allgemeinen Öffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen nicht statt.“
Der letzte Punkt bedeutet für uns am Ort: Alle Kinder unserer Kinderkirche bekommen regelmäßig Post und können hier auf der Homepage ganz viele tolle Angebote finden.

Anmerkung 2 - zum Gottesdienstformat:

Für alle, die sich nach längeren Predigten, „normaleren“ Gottesdiensten und einer klassischen Liturgie sehnen, verweisen wir auf das vielfältige und reichhaltige Angebot im Internet. Es ist erstaunlich, was andere Gemeinden auf die Beine stellen und was da im Netz und im Fernsehen alles zu finden ist. Machen Sie regen Gebrauch davon! Gottes Segen beim Suchen, Entdecken und Feiern der Fernseh- und Online-Gottesdienste! Auch da sind auf unserer Homepage schon einige Vorschläge zu finden, die wir gerne ergänzen mit Ihren Vorschlägen an homepagedontospamme@gowaway.ev-kirche-mundelsheim.de

 

 

Post vom Pfarrer (26.3.2020)

Liebe Mitchristen, liebe Mundelsheimerinnen und Mundelsheimer,

es strömen so viele Informationen in diesen Tagen auf uns ein, daher will ich mich möglichst kurz und knapp halten und mich auf drei Punkte beschränken:

  • Hotline: Seit einer Woche gibt es die Möglichkeit, sich an das tolle und hilfsbereite Team unserer Hotline (Tel.: 81 14 80) zu wenden. Wenn Sie jemanden für Besorgungen brauchen oder einfach nur zum Reden, dann zögern Sie nicht und rufen Sie einfach an!

  • Informationen: Wir alle sind in diesen Zeiten dazu aufgerufen, alle Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Daher werden wir in Zukunft keine Mitarbeitenden mehr losschicken, um Sachen auszutragen und einzuwerfen. Wir folgen darin dem Vorbild der bürgerlichen Gemeinde. Das bedeutet aber auch: Alle Informationen laufen über die Homepage und das Amtsblatt (eingeschränkt auch über den Aushang). Wir wollen trotzdem niemanden ausschließen. Wenn Sie Menschen kennen, die sich einsam und allein gelassen fühlen, dann greifen Sie bitte zum Telefonhörer und sprechen mit Ihnen über die neusten Entwicklungen in unserer Kirchengemeinde und im Ort. Das wäre ein wertvoller und segensreicher Dienst!

  • Gottesdienst, Andacht und Gebet: Es werden gerade parallel viele Initiativen angeboten und ins Leben gerufen. Das ist eine erfreuliche und sehr kreative Vielfalt! Wir überlegen als Kirchengemeinde noch, wo wir uns einklinken und mitmachen. Vermutlich bietet sich dafür die Uhrzeit abends um 19.00 Uhr an. Ich verweise trotzdem auf das gewohnte Glockenläuten. Es ist seit jeher zu den gewohnten Zeiten zu hören. Es ist seit jeher ein täglicher Aufruf zum Gebet. Das dürfen wir gemeinsam nach wie vor nutzen.

Was zum Thema „Gottesdienst“ geplant ist, erfahren Sie in einem separaten Text!

Die Welt ändert sich noch immer täglich, manchmal stündlich. Wer weiß, wie sie am Freitag und danach aussieht, wenn Sie diese Zeilen lesen.

Aber einer bleibt für uns Christen derselbe. Gott, unser Schöpfer, der Ursprung und das Ziel unseres Lebens. Wir haben in dieser besonderen Zeit viele Möglichkeiten uns neu zu besinnen. Ich lade uns ein, uns auch neu auf unseren Glauben zu besinnen. Gott bietet uns an, uns zu begleiten. „Fürchte dich nicht!“ Sein uralter Zuspruch an uns ist aktueller denn je!

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass jeder seinen besten Beitrag dazu leistet, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Ich wünsche mir, dass wir im Gebet und in der Hoffnung verbunden bleiben.

Bleiben Sie behütet! Seien Sie gesegnet!

Ihr Pfarrer

Christopher Reichert

Ein Brief an unsere Geburtstagskinder (26.3.2020)

Liebe Geburtstagskinder,

es ist eine seltsame Situation für Sie und für uns. Sie können Ihren Geburtstag nicht wie gewohnt und vielleicht geplant feiern. Wir dürfen Sie nicht besuchen und wollen Sie ja auch nicht gefährden. Wir hatten Ihnen stattdessen einen kleine Gruß in den Briefkasten werfen, mit dem gewohnten Büchle, mit einem Pfarrerbrief, einem ermutigenden Bibelwort und einem farbenfrohen Bild. Doch auch das werden wir jetzt bis auf Weiteres unterlassen und damit der Praxis der bürgerlichen Gemeinde folgen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis und ich hoffe, wir können gemeinsam das Beste aus dieser Situation machen.

Für uns heißt das: Wir wollen auf jeden Fall trotzdem Kontakt zu Ihnen halten und werden Sie nun eben zum Geburtstag oder in den Tagen danach anrufen. Ein Telefongespräch ist vielleicht auch persönlicher als ein eingeworfener schriftlicher Gruß. Wir wünschen uns auf diesem Wege gute Begegnungen und wertvolle persönliche Gespräche. Sollten Sie davon noch ein wenig mehr wünschen, dürfen Sie auch jederzeit bei unserer Hotline anrufen. Denn da warten einige liebe Menschen aus der Kirchengemeinde darauf, mit Ihnen in Kontakt zu kommen. Die Telefonnummer ist die 81 14 80. Natürlich dürfen Sie auch jederzeit im Pfarramt anrufen, wenn Sie etwas auf dem Herzen haben.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie neue Wege und Möglichkeiten finden, Ihren Geburtstag mit Ihren Lieben zu feiern und wir bitten Sie, weiterhin die Gemeinde und die Menschen hier am Ort und in unserem Land im Gebet mitzutragen!

Von Herzen: Gottes Segen und seine Begleitung für Ihr neues Lebensjahr! Bleiben Sie behütet!

Im Auftrag Ihrer Kirchengemeinde

Ihr Pfarrer Christopher Reicher

Post vom Pfarrer (17.3.2020)

Liebe Mitchristen, liebe Mundelsheimerinnern und Mundelsheimer,

anstelle der üblichen Bekanntgaben und Ankündigungen schreibe ich Ihnen diese Zeilen. Und ich bin ehrlich: Es fällt mir schwer. Unser öffentliches Leben ist stark eingeschränkt und ich persönlich stehe hinter all den ergriffenen Maßnahmen. Denn das oberste Ziel im Moment bleibt: Die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, das Gesundheitssystem dadurch zu entlasten, die gefährdeten Personen zu schützen. Das wird nur gemeinsam gelingen. Aber ich muss auch ehrlich sagen: Mir fehlt der Gottesdienst, mir fehlen die gewohnten Orte der Begegnung, mir fehlt die Gemeinschaft, mir fehlen die Gespräche unterwegs, zwischen Tür und Angel.

Doch das ist und bleibt momentan und für die nächste Zeit der Stand der Dinge: Alle Veranstaltungen, Gruppen und Kreisen mit mehr als fünf Personen finden nicht statt. Der Gottesdienst ruht bis auf Weiteres auch.

Dennoch wollen wir nach vorne blicken und das tun, was jetzt möglich ist:

  • Zum einen rufe ich uns auf zum gemeinsamen Gebet. Auch das verbindet und auch hier dürfen wir neue Wege suchen, in ganz kleinen Gruppen, mit dem Austausch über die sozialen Medien, während des Glockenläutens….
  • Zum zweiten möchte ich auf die Hotline verweisen, die wir gemeinsam mit dem CVJM ins Leben rufen werden, und die von der Feuerwehr unterstützt wird. Wir wollen helfen, wo es am Nötigsten ist, mit dem, was es jetzt besonders braucht.
  • Dann möchte ich Ihnen noch mitteilen, wo Sie aktuelle Informationen finden. Es wird vorerst keinen Gemeindebrief geben, stattdessen werden wir alle Neuigkeiten auf unserer Homepage und im Schaukasten veröffentlichen.
  • Am vergangenen Sonntag gab es bereits einen geistlichen Impuls in Form einer Videobotschaft. Es werden weitere Beiträge hier veröffentlicht werden, in welchem Format und in welchem Rhythmus ist noch offen.

Ein persönlicher Appell von mir zum Schluss: Die Zeiten sind unsicher, weil keiner von uns eine solche Situation bereits erlebt und durchgestanden hat. Aber eins ist sicher: Wir können und wir werden diese Zeit meistern. Wir werden sie besonders gut überstehen, wenn wir aufeinander achtgeben, zusammenstehen, im Gebet verbunden bleiben, mit Gott und miteinander!

Mein Wunsch und mein Gebet ist es, dass wir in all dem, was jetzt auf uns zukommt, nicht verzweifeln. Ich hoffe, dass wir alle uns von Gottes Geist leiten lassen.

„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)

In diesem Sinne: Seien Sie gesegnet!

Ihr Pfarrer Christopher Reichert

Post vom Pfarrer: Informationen zum Umgang mit Corona (14.3.2020)

Liebe Mitchristen in Mundelsheim,

es ist schwer in dieser aktuellen Lage den Überblick zu behalten und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es ist außerdem sehr wichtig, einen klaren Kopf und das nötige Vertrauen zu bewahren. Schließlich ist es geboten, dass jeder seiner Verantwortung nachkommt und in seinem Wirkungsbereich alles dafür tut, dass wir gemeinsam diese Krisenzeit überstehen und besonders diejenigen schützen, die sie am meisten betrifft.

Die Kommune Mundelsheim ist in dieser Hinsicht auf einem guten Weg und hat nun einige Maßnahmen für unseren Ort beschlossen, denen wir uns als Kirchengemeinde gerne anschließen würden:

 

DIE ENTSCHEIDUNGEN DER KOMMUNE IM WORTLAUT

Maßnahmen der Gemeinde Mundelsheim: Die Gemeinde Mundelsheim hat sich dazu entschlossen, alle gemeindeeigenen Veranstaltungen unabhängig von ihrer Teilnehmeranzahl bis auf Weiteres abzusagen und alle öffentlichen Einrichtungen bis auf Weiteres zu schließen. Hiervon ist auch das Rathaus betroffen.

Empfehlung für Schließungen: Wir legen Ihnen nachdrücklich nahe, sämtliche in der Verantwortung der Evangelischen Kirchengemeinde stehenden Einrichtungen bis auf Weiteres zu schließen. Am Eingang bringen Sie nach entsprechender Anpassung auf die Evangelische Kirchengemeinde das angefügte Hinweisschild „Schließung“ an.

Empfehlung für Veranstaltungen: Für Veranstaltungen von mehr als 100 Teilnehmern besteht aufgrund der Beschlüsse der Landesregierung des Bundeslandes Baden-Württemberg ein Verbot. Bei Veranstaltungen bis zu 100 Teilnehmern empfehlen wir nachdrücklich deren unverzügliche Absage. Wir empfehlen Ihnen daher nachdrücklich die Absage aller Gottesdienste, Hauskreise sowie sonstiger Veranstaltungen und Zusammenkünfte unabhängig von der Zahl ihrer Teilnehmer.“

UNSERE KONSEQUENZ

Gemeinsam mit unserer zweiten Vorsitzenden, Sabine Wenzel, mit Rückendeckung des Kirchengemeinderats sowie anderer verantwortlicher Personen aus unserer Kirchengemeinde, haben wir beschlossen, dieser dringenden Empfehlung unserer Kommune nachzukommen und uns ihren Empfehlungen anzuschließen. Nicht zuletzt, um Sicherheit mittels einer einheitlichen Linie zu gewinnen.

Das heißt: Wir bitten eindringlich darum, alle Veranstaltungen abzusagen und alle Gruppen und Kreise, die mehr als fünf Personen umfassen, bis auf Weiteres auszusetzen. Es wird demnach auch am morgigen Sonntag kein Gottesdienst stattfinden. Die Kirchen bleiben, wie alle anderen öffentlichen Gebäude, bis auf Weiteres geschlossen.

 

ZUM HINTERGRUND

Ich weiß, es kursieren unzählig viele verschiedene Meinungen und Einschätzungen zum Umgang mit der Pandemie. Mir ist auch bewusst, dass hier in Mundelsheim aktuell nicht ein einziger Fall gemeldet oder bekannt ist. Natürlich erscheinen die Maßnahmen in den Augen mancher Mitbürger als zu drastisch, überzogen oder kopflos. Doch das sind sie aus meiner Sicht nicht und ich will das begründen:

Kein Mensch lebt für sich allein auf einer Insel. Wenn die rasche, weltweite Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 eines gezeigt hat, dann das: Wir leben in einer vernetzten Welt, wir bilden eine große, weltumspannende Gemeinschaft. Jeder in diesem vernetzten Miteinander trägt eine Verantwortung für alle anderen.

Das heißt konkret: Es geht in unserem Land und in unserem Einflussbereich nun in erster Linie darum, die Ausbreitung des Virus so weit es geht zu verlangsamen, damit unser Gesundheitssystem in der Lage bleibt, allen Erkrankten die Hilfe zukommen zu lassen, die sie brauchen. Diesem übergeordneten Ziel muss sich nun alles andere unterordnen.

 

EIN AUSBLICK

In jeder Krise sind Menschen besonders betroffen und hilfsbedürftig sind. Auch in den kommenden Tagen und Wochen werden manche Alleinstehende oder Familien oder andere Personen überfordert sein oder aus vielen Gründen an Ihre Grenzen kommen. Ich finde es wichtig, dass wir nicht nur Veranstaltungen, Gruppen und Gottesdienste absagen. Ich sehe es als unseren Auftrag, unsere Augen und Ohren offenzuhalten und sensibel zu sein für die Menschen, die jetzt besonders in Not geraten. Wir sind als Christen dazu berufen, Salz und Licht zu sein. Wir haben die Aufgabe, in der Liebe tätig zu werden. Das gilt immer, aber ganz besonders jetzt. Darum meine Bitte: Gehen wir kreativ und konstruktiv mit dieser Situation um! Zeigen wir Geschlossenheit nach innen und ein großes Herz und helfende Hände nach außen! Jeder an dem Platz, an den Gott ihn hingestellt hat!

 

EIN SCHLUSSWORT

Heute Morgen hat mir einer die Losung für den heutigen Tag geschickt, die ich noch gar nicht wahrgenommen hatte. Ich war sehr dankbar und fand sie als Losung auch für die kommende Zeit sehr geeignet. Sie lautet:
„Bei dir, Gott, ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“ (Psalm 36,10).

Der Lehrtext dazu war sogar noch ermutigender: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben.“ (1. Johannes 5,12).

Wir sind in allem, was uns widerfährt, mit Gott, mit dem Leben verbunden. Daraus wollen wir Kraft schöpfen. Wir sind verbunden mit Gottes Licht und wollen es in der Welt leuchten lassen, gerade jetzt! Dazu mache ich uns Mut und in diesem Geist will ich persönlich die nächsten Schritte angehen. Herzliche Grüße an alle und Gottes Segen!!!

Ihr Pfarrer Christopher Reichert

Updates werden wir immer auf der Homepage veröffentlichen