Gott sorgt für uns

Gedanken von Joachim Hilligardt zum Monatsspruch für den September 2010:
„DENN EIN MENSCH DER DA IST UND TRINKT UND HAT GUTEN MUT IN ALLEN SEINEN MÜHEN – DAS IST EINE GABE GOTTES.“
(PREDIGER 3,13)

Jeder, der schon einmal bei der Weinlese geholfen hat, kennt es: Man fängt früh am Morgen mit der Weinlese an, um den Tag auszunutzen. Gegen Mittag werden die Bierbänke aufge-stellt und man isst und trinkt zusammen. Im Wein, den ich zum Vesper trinke, kann ich die Früchte der Arbeit genießen. Die Arbeit ist anstrengend. Aber es lohnt sich für das Ernteresultat zu arbeiten. Im optimalen Fall scheint dazu die Sonne und die Oechsle der gelesenen Trauben können sich sehen lassen. Das gibt mir ein besonderes Gefühl der Befriedigung.
Ob Salomo denselben Blickwinkel bei seiner Aussage hatte?  Salomo hat alles erreicht was man sich vorstellen kann. Er wird noch zu Lebzeiten Davids als neuer König über Israel bestimmt.
 Gott segnet ihn mit Weisheit und Reichtum (1. Kön. 3,5-14) und Israel mit Frieden und Wohlstand. Während seiner Herrschaft gibt es in Israel keine Kriege.  Salomo wird weltberühmt für seine Weisheit. Andere Regenten besu-chen ihn, um sich selbst von seiner Weisheit zu überzeugen (Besuch der Königin von Saba, 1. Könige 10, 1-13). Er baut internationale Handelsbeziehungen auf, sein Reichtum wird unermesslich. Auch Jesus spricht von der unermesslichen Herrlichkeit Salomos (Matth. 6,29). 
Er baut den Tempel in Jerusalem und gibt der Stadt ein neues Gesicht (1. Könige 6+7).                  
Doch Reichtum und Erfolg haben ihre Schattenseiten. Salomo ist auch berühmt für seine 700 Frauen und 300 Nebenfrauen aus allen Völkern.  Gott ermahnt Salomo mehrmals ihm die Treue zu halten. Aber Salomo fängt an auch andere Götter anzubeten. Sein Herz gehört nicht mehr ungeteilt dem Herrn. Salomo trägt durch sein Handeln die Verantwortung für die spätere Spaltung Israels (1. Könige 11, 9-13).
Menschen, die mit ganzer Hingabe Gott vertraut haben, können im Wohlstand abstumpfen. Das kann auch mir passieren. Ich vergesse dann über der Gabe den Geber und werde unzufrieden. Alle Gaben, die ich habe, sind Gaben Gottes. Wenn ich anfange Gott dafür zu danken, empfange ich doppelte Freude – Freude über die Gaben die ich genießen darf und Freude über den Geber der mich nicht vergisst.  
Gott kann auch uns guten Mut in unseren Mühen schenken. Gerade im Herbst in Mundelsheim. Der Glanz der Liebe des schenkenden Gottes macht die Gaben erst richtig kostbar.





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