Gemeindebrief
von September 2010 bis November 2010Ein Mensch, der da isst
und trinkt und hat
guten Mut bei allen
seinen Mühen, das ist
eine Gabe Gottes.
Monatsspruch für den Monat September aus Prediger 3, 13
Liebe Gemeindeglieder,
auf die Alltagsereignisse geachtet,
die Veränderungen im Leben der Mitmenschen betrachtet.
Kleine Kinder kommen in den Kindergarten,
die größeren Kinder können den ersten Schultag kaum erwarten.
In der vierten Klasse, dann die entscheidende Frage quält,
welchen weiteren Weg man für das Kind nun wählt.
Für die Jugendlichen geht die Schulzeit zu Ende,
der Lebensalltag bekommt eine entscheidende Wende.
Man überlegt was man nun machen kann,
und fängt dann eine Ausbildung an.
Manch junger Erwachsener mit Abitur,
fragt sich: „Was studier ich nur?“
Geh ich an die UNI oder an die FH,
oder nehm ich den Weg und geh an die BA.
Was am Anfang unseres Lebensweges fast automatisch ging, kann uns im weiteren Verlauf unseres Lebens manche Mühe bereiten.
Loslassen, sich auf Neues einlassen, wichtige Bestandteile unseres Lebens.
In unserem eigentlich so wunderbar funktionierenden Alltag treffen wir auf Situationen und Anlässe, bei denen wir einfach nicht loslassen können.
Sei es bei Projekten, die wir in andere Hände abgeben;
Menschen aus unserem engeren Umfeld, die wir nicht in die Freiheit entlassen können.
Wir halten manches fest und meinen, es muss sich nach uns richten.
• ein Mitmensch
• eine Situation
• ein Umstand
Loslassen ist eigentlich ein aktuelles Thema im Leben eines Menschen. Jeder Lebensabschnitt verlangt ein stückweit das Loslassen. Wenn ich Altes nicht freigebe und loslasse, kann ich nichts Neues empfangen.
„ a voll´s Gläsle, isch voll, do goht nix ma nai “
loslassen, da denke ich an alte Gewohnheiten
loslassen, da denke ich an nachtragend sein
loslassen, da denke ich an die Rolle in der Partnerschaft
Loslassen, kann man lernen.
Ich weiß, loslassen macht Angst, weil wir etwas verlieren könnten.
Jesus gibt mir ein gutes Beispiel durch sein eigenes Leben.
Das Neue Testament erzählt von dem Alltagsleben Jesu. In den vielen Alltagsgeschichten entdecke ich diesen Wechsel von loslassen und sich einlassen auf die Denk- und Umgangsweise Jesu über Gott, die Welt und den Menschen.
Ich möchte Sie einladen, diesen wunderschönen Text auf sich wirken zulassen.
Jesus war in allem Gott gleich, und doch hielt Jesus nicht daran fest, zu sein wie Gott.
Jesus gab es willig auf und wurde einem Sklaven gleich.
Jesus wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen.
Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte Jesus sich so tief,
dass er sogar den Tod auf sich nahm, ja, den Verbrechertod am Kreuz.
Darum hat Gott Jesus erhöht und Jesus den Ehren-namen verliehen, der ihn hoch über alles stellt.
Vor Jesus müssen alle niederknien – alle, die im Himmel sind,
auf der Erde und unter der Erde;
alle müssen feierlich bekennen:
„Jesus Christus ist der Herr!“
So sollen wir Menschen Gott, den Vater, ehren.
Loslassen, sich auf Neues einlassen, herzliche Einladung zu den Sonntagsgottesdiensten mit unserem neuen Gemeindepfarrer Hans-Jörg Dinkel und zu den weiteren Veranstaltungen.
Wir freuen uns auf Sie –
die Mitarbeiter Ihrer Kirchengemeinde
Ihr Paul Möhrer
(Laienvorsitzender des KGR)
