Was ist eine Visitation?
von Pfarrer Philipp aus Murr(Dekanstellvertreter)
Regelmäßig erleben Kirchengemeinden eine Visitation. Hier ein paar Hinweise zu Fragen wie: Was ist eigentlich Visitation und was hat das mit mir zu tun?
Der Begriff selbst nennt dazu einen Anhaltspunkt: das lateinische Wort „visitare“ bedeutet „besuchen“.
Vertreterinnen und Vertreter des Kirchenbezirks kommen also zu Besuch.
Sinn und Zweck der Visitation lassen sich mit folgenden Stichworten umschreiben:
· Gut hinsehen und hinhören
· Sorgfältig wahrnehmen, was da ist
· Anerkennen und Danke sagen für das, was geschieht
· Benennen, was besonders auffällt
· Beraten und unterstützen, wo es klemmt
Entscheidende Bestandteile dieses Besuches sind: das Gemeindeforum, der Gottesdienst zur Eröffnung der Visitation, Gespräche mit verschiedenen Personen und Gruppen sowie eine abschließende Kirchengemeinderatssitzung.
Im Gemein-deforum präsentieren sich die Arbeitsbereiche der Gemeinde,
und es gibt externe Rückmeldungen, z.B. aus der Kommune oder der Schule, von Vereinen oder der Presse.
Die Anzahl der besuchten Menschen muss eng begrenzt bleiben. Das Visitationsteam in unserem Kirchenbezirk besteht aus Dekan und Schuldekanin, Dekanstellvertreter und Bezirkskantor. Für die Kirchenpflege kommt jemand von der Verwaltungsstelle hinzu.
Ein extra Besuch gilt der Pfarrfamilie. Im Blick auf den Amtsinhaber hat die Visitation auch eine dienstliche Bedeutung.
Schließlich gehören ein Gemeindebericht des Leitungsgremiums und ein Visitationsbericht des Dekans zur Visitation.
Viel Aufwand, der dazu dient, dass Kirche Jesu Christi in guter Ordnung gebaut wird. Dabei sollen Dank und Würdigung für das vielfache haupt- und ehrenamtliche Engagement einen wichtigen Platz haben.
