Von Gerd-Walter Buskies, Leiter der Kinder - Evangelisations - Bewegung in Deutschland e.V., der schon einmal in Mundelsheim gepredigt hat.

Als das Volk Israel vor den Toren des verheißenen Landes stand, war Mose eines ganz wichtig: Das Wort Gottes sollte auf keinen Fall vergessen werden. So gab er die Anweisung, alle sieben Jahre das ganze Volk zu versammeln. Mit „Volk“ meinte er: Männer, Frauen und Kinder sowie den Fremdling.
Bemerkenswert ist: Kinder werden in der Bibel als eigene Gruppe neben den Erwachsenen wahr- und ernst-genommen. Die Kinder haben geistliche Bedürfnisse, und diese zu stillen, ist die Aufgabe derer, die das Wort Gottes verkündigen. Die  Bibel setzt die Unterweisung sehr früh an. Auch die ganz Kleinen sollen Gottes Wort hören. Selbstverständlich auf eine Weise, die ihrem Alter entspricht.
Wie sollen die geistlichen Bedürfnisse der Kinder gestillt werden?
„Versammle die Kinder, …“ Als erstes gilt es, die Kinder zusammenzubringen – heute in Gemeinden, Privatwohnungen oder im Freien. Unser Text zeigt: nicht nur eine kleine Auswahl von Kindern soll das Wort Gottes hören, sondern alle. Tatsächlich sind alle Kinder in den Missionsauftrag Jesu mit eingeschlossen. Hierzu gibt uns Jesus Christus Seine Kraft und Vollmacht. Beten wir dafür, dass alle Kinder weltweit Gottes Wort hören!?
„…dass sie es hören …“ Wie die Kinder Israel schon damals die Thora, also die Weisung Gottes, hören sollten, so sollen heute die Kinder auch das Evangelium hören. Sie sollen von den großen Taten Gottes hören. Und von den Menschen, die mit Gott gelebt haben. Das ist interessant und anschaulich. Kinder hören das gerne!
„…und  lernen …“
Es reicht nicht, dass Kinder die biblischen Geschichten nur hören und vielleicht sogar aus dem Gedächtnis aufsagen können.
Lernen ist mehr als das. Kinder sollen verstehen, was die Geschichten in der Bibel bedeuten, was sie mit ihrem Leben zu tun haben, und wie sie sich nun angemessen verhalten sollen.  
 
Versammle das Volk, die Männer, Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen Städten lebt, damit sie es hören und lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun und dass ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören und lernen, den HERRN, euren Gott, zu fürchten alle Tage …
5. Mose 31,12-13
Gottes Wort  lernen bedeutet natürlich auch, es auswendig zu lernen. Nun wird eingewendet, dafür hätten Kinder doch heute gar nicht mehr das entsprechende Gedächtnis! Das Schöne ist, sie  bekommen es durch das Lernen von Gottes Wort wieder! Und außerdem erwerben sie sich einen Schatz fürs Leben! Gottes Wort sinkt tiefer ins Herz! Und das bessere Gedächtnis hilft sogar in der Schule. „… und den HERRN, euren Gott fürchten …“ Kinder sollen an den Punkt kommen, dass sie Gott fürchten. Das Wort „fürchten“ schließt die Anerkennung des Herrn ein und bedeutet Ehrfurcht haben, verehren. Wichtige Parallelbegriffe sind: lieben, anhangen und dienen (5. Mose 10,12+20).„… und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun …“ Ein Kind betete einmal: „Herr, mach mich gehorsam! Meine Eltern schaffen es nicht!“ Dieses Kind sehnte sich tatsächlich danach, ein Leben nach Gottes Willen zu führen. Hierzu benötigen alle Gottes Leitung und Hilfe. Es ist unsere Verantwortung, den Willen Gottes aufzuzeigen und Kindern zu erklären, welche Veränderung Gottes Wort in ihnen bewirken will. Kinder müssen erfahren, wie ein Leben mit Gott aussieht und woher die Kraft kommt, Gottes Wort zu halten und zu tun. „… und dass ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören …“ Eine Generation sagt es der nächsten – das ist Gottes geniales Konzept. So bleibt keiner ausgeschlossen. Heute haben wir die Verantwortung für die Generation unserer Kinder, und diese gibt das Evangelium an die nächste weiter. So reißt die Kette der Weitergabe des Evangeliums nicht ab.

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