Passionskonzert
Ein Oratorium von Dietrich Buxtehude und Texte von Paul Gerhardt in der Karwoche: "Membra Jesu Nostri"Lukaskantorei und Lukas Barockensemble Stuttgart
Termin: Dienstag, 3.April 2007 um 20 Uhr in der Kilianskirche
Die Stuttgarter Lukaskantorei unter Leitung von Hans-Eugen Ekert ist wieder einmal bei uns zu Gast. Diesmal steht eine Passionsmusik von Dietrich Buxtehude im Mittelpunkt.
Im Jahre 1707, also vor 300 Jahren ist dieser große Komponist gestorben. Drei Jahre zuvor hatte ihn noch der 19-jährige Johann Sebastian Bach in Lübeck besucht, um "das eine oder andere in seiner Kunst zu begreifen". Dafür hatte er seinen genehmigten "Bildungsurlaub" von vier Wochen aus lauter Begeisterung eigenmächtig um 2 Monate verlängert. Dies allein wäre schon ein Grund, sich mit Dietrich Buxtehude zu beschäftigen, ohne Zweifel einer der bedeutensten Komponisten vor Johann Sebastian Bach. Er ist vor allem als Orgelkomponist bekannt geworden. Von seinen Kirchenkantaten und Festmusiken ist leider nur ein kleiner Teil erhalten. Sein einziges gesichertes abendfüllendes Werk ist der siebenteilige Kantatenzyklus zur Passion: "Membra Jesu Nostri" für Soli, Chor und Streichinstrumente, der eine Bernhard von Clairvaux zugeschriebenen lateinische Dichtung zugrunde liegt. Es ist ein betrachtender, meditierender Text über die leidenden Glieder Christi, der von vielen Barockdichtern übersetzt wurde. Auch Paul Gerhardt (1607-1676), dessen 400. Geburtstag wir gedenken, hat sich dieses Textes in einem Gedichtzyklus angenommen. Das letzte Gedicht daraus wurde zum bekannten Passionslied "O Haupt, voll Blut und Wunden".
So soll am 3. April 2007 nicht nur Buxtehudes herrliche Musik erklingen, sondern auch Paul Gerhards kongeniale deutsche Übertragung des mittelalterlichen Textes, gesprochen von Richard Demandt. Die Gesangssolisten sind: Undine Holzwarth, Sopran, Matthias Lucht, Altus, Fabian Wöhrle, Tenor und Markus Oberholzer, Bass.
Das Lukas-Barock-Ensemble Stuttgart spielt dazu auf historischen Instrumenten. Die Leitung des Konzerts hat der Stuttgarter Kantor Hans-Eugen Ekert. Trotz der hohen Unkosten ist der Eintritt frei - angemessene Spenden sind natürlich gerne gesehen.
