Hilfe auf Rädern
Einen Einblick in ihren Dienstplan gibt unsere Gemeindeschwester Frau Ivenz
Es ist kurz vor sieben Uhr. Heute beginnt der Dienst bei Herrn A. Er hat einen Diabetes und bekommt daher zweimal täglich den Blutzucker gemessen und danach eine Insulininjektion.
Danach ist Frau B an der Reihe. Sie bekommt an beide Beine einen Kompressionsverband und ich bin ihr dann noch beim Ankleiden behilflich.
Frau C ist die nächste. Da die regelmäßige Medikamenteneinnahme selbstständig nicht immer gewährleistet ist, wird die "Medigabe" von der Dienst habenden Schwester übernommen.
Weiter geht es zu Herrn D. Er ist schon längere Zeit bettlägerig. Ich übernehme seine Körperpflege.
Die Tour geht weiter zu Frau E. Sie bekommt zur Zeit eine "Thrombosespritze", da sie nach ihrer Operation noch nicht voll mobilisiert ist.
Weiter zu Frau F. Ihr muss man auch bei der Körperpflege behilflich sein. Außerdem steht ein Verbandswechsel an.
Zu Herrn G fahre ich danach. Er soll geduscht werden. Als ich zu ihm komme, liegt er auf dem Boden – er ist über seinen Gehwagen gefallen und kann nicht mehr aufstehen. Gemeinsam schaffen wir es. Zum Glück ist nichts Ernstes passiert.
Dann wieder eine Pflege bei der schwerkranken Frau H. Der Blasenkatheter muss gewechselt und beim Hausarzt ein Rezept bestellt werden.
Frau I gilt mein nächster Hausbesuch. Sie wird von ihrer Tochter gepflegt, nur beim Wechsel vom Bett in den Rollstuhl braucht sie die Hilfe der Schwester.
Bei Frau K messe ich den Blutdruck und richte die Tabletten für die Woche.
Am Ende der Tour kommen die Erledigungen beim Arzt, in der Apotheke und im Büro.
Um ca. 12.30 Uhr ist der Frühdienst vorbei.
Beim Abenddienst besteht die Hauptaufgabe darin, die Patienten für die Nacht zu richten und ins Bett zu bringen bzw. zu lagern.
Beim gesamten Tagesablauf darf natürlich die zwischenmenschliche Beziehung nicht vernachlässigt werden. Ein liebes Wort und ein Händedruck sind Medizin für die Seele.
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