Leben in Dur und Moll

Gedanken von Joachim Hilligardt



„Wer wohlauf ist und gesund, hebe sein Gemüte
und erhöhe seinen Mund zu des Höchsten Güte.
Lasst uns danken Tag und Nacht mit gesunden Liedern
unserm Gott, der uns bedacht mit gesunden Gliedern.“
(Evang. Gesangbuch Nr. 674)

Aus heutiger Sicht sind dies ungewöhnliche Worte für einen Mann, der vier seiner fünf Kinder verloren hat, dessen Frau stirbt und der im gleichen Jahr seine feste Anstellung verliert und ohne finanzielle Absicherung da steht.

Heute, wie auch zu der Zeit des Liederdichters Paul Gerhardt, ist Gesundheit ein wertvolles Gut. Eine Gabe Gottes und ein wichtiger Grund dankbar zu sein.  Wir dürfen dankbar sein – in einer Zeit zu leben, in der wir,  im Vergleich zu der Zeit Paul Gerhardts, medizinisch sehr gut versorgt sind. 
Mit der erhöhten Lebenserwartung in unserer Gesellschaft, dem medizinischen Fortschritt  und dem ganzheitlichen Bild des Menschen, verändern sich auch die Krankheitsbilder.  Es erkranken immer mehr Menschen an ihrer Seele. Depression wird zur Volkskrankheit, das Burn-Out-Syndrom zu einer Bedrohung unserer Gesundheit.
Schön, dass wir als Christen Vorbilder wie Paul Gerhardt haben dürfen, die uns lehren dass auch Dankbarkeit in aller Trauer eine Form der Trauerbewältigung sein kann. Noch schöner, dass wir als Christen Gottes Wort immer wieder neu kennen lernen dürfen. Und dabei  lernen, dass viele Hilfen und Therapieformen nicht neu vor Gott sind. Es wird uns heute in modernerem Outfit und mit anderem Urheberrecht verkauft.
 
Ein paar Lesetipps hierzu:
 
Der Wert der Gesundheit
(Sirach 30,14-25, Gute Nachricht-Übersetzung)
Arm sein, aber gesund und kräftig, ist besser als reich sein, aber an allen möglichen Krankheiten leiden. 
Ein gesunder Körper ist besser als Gold und ein fröhlicher Sinn besser als Perlen.
Kein Reichtum ist mehr wert als die Gesundheit und kein Glück größer als ein fröhliches Herz.
Tot sein und für immer Ruhe haben ist besser als ein elendes Leben mit nicht endender Krankheit.
Was soll das beste Essen, wenn jemand zu krank ist, um den Mund aufzumachen? Ebenso gut könntest du es auf sein Grab stellen. Was soll ein Götzenbild mit einem Speiseopfer anfangen? Es kann doch weder essen noch riechen! Genauso geht es dem Menschen, dem der Herr mit Krankheit zusetzt. Er sieht das schöne Essen und seufzt, wie ein Eunuch, der ein Mädchen umarmt.
Gib dich nicht dem Trübsinn hin, quäl dich nicht selbst mit nutzlosem Grübeln! Freude und Fröhlichkeit verlängern das Leben des Menschen und machen es lebenswert. Überrede dich selbst zur Freude, sprich dir Mut zu und vertreibe den Trübsinn! Der hat noch nie jemand geholfen, aber viele hat er umge-bracht. Eifersucht und Ärger verkürzen das Leben, und Sorgen machen vorzeitig alt. Ein fröhliches Herz sorgt für guten Appetit und auch für gute Verdauung.

 
Eine Einladung zu Gesprächstherapie und Coaching mit Hiob?
  • Buch Hiob

 
Musiktherapie und Stressbewältigung mit David
  • Psalm 41 bei Krankheit
  • Psalm 56 für Stressgeplagte  und Mobbing-Opfer

Als Christen stehen wir mitten im Leben und sind daher auch der Gefahr ausgesetzt, an unserer Seele zu erkranken. 
Wer mehr zu diesem Thema erfahren will: Im Januar 2011 werden drei Vortragsabende mit Dr. Ulrich Giesekus (klinischer Psychologe und Buchautor) in Mundelsheim zu den Themen: Depression, Stress und Stressbewältigung sowie gesunder Glaube stattfinden.
Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben. Wer sich schon vorab informieren will, wird unter  www.beratungenplus.de fündig.

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