Gemeindebrief

von Juni 2010 bis August 2010
 
Gott spricht:
Suchet mich, so werdet ihr leben.
 
Monatsspruch für den Monat Juni aus Amos 5,4

Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum,
und lass mich Wurzel treiben.
Verleihe, dass zu deinem Ruhm ich deines Gartens
schöne Blum und Pflanze möge bleiben.

 
Evangelisches
Gesangbuch
Nr. 503, Vers 14

Liebe Gemeindeglieder,
es gibt Tage, da gehe ich zu Fuß von der Firma INTEC auf der Ottmarsheimer Höhe nach Hause. Es ist ein Spaziergang von ca. 35 Minuten. Dieser Spaziergang tut gut.
Eines der wahrscheinlich  be-kanntesten geistlichen Volkslieder ist das Lied von Paul Gerhardt. „Geh aus, mein Herz und suche Freud ...“
Dieses Lied hat sich in meiner Seele eingenistet. Die Schöpfung als eine Art Spiegel in dem man etwas entdecken kann. Gott in seiner Schöpfung.
„Geh aus, mein Herz“ - das Lied beginnt mit einer Aufforderung.
Wenn ich etwas entdecken will, muss ich hinausgehen, muss ich mich aufmachen. Wenn ich zu Hause bleibe oder immer im alten Trott, entdecke ich nicht oder zumindest nichts Neues.
Hinausgehen in Gottes Schöpfung empfiehlt Paul Gerhardt vor allem dem, der nach Freude sucht. Wer belegt, betrübt, etwas ausgebrannt ist oder der gerade nichts findet, woran er sich freuen kann; geh hinaus aus deiner Enge in die Weite der Schöpfung!
„ Schau an und sieh“ – dass wir schauen und sehen können, ist eine wunderschöne Schöpfungsgabe. Wenn du in deinem Leben gerade nichts Schönes entdecken kannst, geh hinaus, lass dir die Augen öffnen für die Schönheit der Schöpfung. Wenn du meinst, Gott kümmert sich gerade nicht um dich, geh hinaus und nimm wahr, dass diese Schönheit ein Geschenk Gottes für dich persönlich ist. Lass dich einladen, schau hin, lass dir deinen Blick weiten. Der Vers 14 kann zu einem täglichen persönlichen Gebetsvers werden um einen festen Stand im Leben zu finden.
Denn, dass wir „glauben“ können, das können wir nicht selber machen. Wir können uns nur beschenken lassen. Hinter uns liegt das Pfingstfest – Gottes Geist ist ausgegossen und wir dürfen Gott darum bitten. Und wieder nimmt Paul Gerhardt ein Bild aus der Schöpfung. Gott selbst muss sich und seinem Heiligen Geist Platz schaffen.
Lassen wir das zu? Darf Gott das in unserem Leben? Denn nur dann kann ich zu einem guten Baum werden, der gute Früchte bringt. Nur dann kann ich die nötigen Wurzeln treiben, die ich brauche um wie ein Baum in den Stürmen des Lebens fest stehen zu können.
Das Liebes-Angebot Gottes steht. Welche Antwort geben Sie? Gott lädt Sie ein.
 
Ihr Paul Möhrer
(Laienvorsitzender des KGR)

Internetportal der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Kalenderblatt


Service


Landeskirche