Christsein im Studium
Von Tobias K.
Im Oktober 2001 bin ich nach Karlsruhe gezogen, um an der Hochschule Bauingenieurwesen zu studieren. Mein Beruf als Bauzeichner hat mir Freude gemacht. Jedoch wollte ich mich persönlich weiterentwickeln und vor allem auch mal von zu Hause rauskommen. Natürlich habe ich mich gefragt, ob ich hier auch andere Christen treffen werde. Dabei habe ich gemerkt, dass es nicht besonders schwer ist, sich als Christen zu erkennen. Spätestens wenn man sich über Aktivitäten außerhalb des Studiums unterhält, ist meistens klar, wo man dazugehört. Um auch abseits des Studiums Menschen kennen zu lernen, habe ich zunächst den CVJM aufgesucht. Dort habe ich auch Leute in meinem Alter getroffen und es hat mir dort über ein Jahr gut gefallen. Jedoch hat mir die Bindung zu einer Kirche gefehlt. Ich habe mir deshalb auch die verschiedenen Gemeinden in der Umgebung angeschaut. Bei der Freien Evangelischen Gemeinde blieb ich dann bis heute hängen. Mai 2002 bin ich ins Wohnheim gezogen. Dieses sollte von nun an meine Studienzeit prägen. Das Schöne hier ist, dass man immer Menschen um sich hat. Gemeinsames Kochen oder Fußballspielen erfordert nicht viel Planung, sondern geschieht meistens spontan. Die Gefahr ist, dass man hierbei all zu oft sein Studium vergisst. Im Wohnheim gab es auch einen Bibelkreis, wo wir uns zum Singen, Beten, Bibellesen und zum Diskutieren trafen. Aber nicht nur dort war man gefordert, seinen Glauben zu formulieren. Immer wieder habe ich festgestellt, dass sich kirchenferne Menschen für unsere „Religion“ interessieren. „Warum glaubt Ihr das überhaupt ?“ oder wie wir über bestimmte Dinge denken. Und es zeigt sich, dass man sich bei Themen wie „Sex vor der Ehe“ oder „Wahrheitsgehalt der Bibel“ meistens nicht einig wird. Im Bezug auf andere Christen habe ich gelernt, dass Gott auf vielfältige Art bei den ganz unterschiedlichen Menschen wirkt. Wir dürfen ihn deshalb auf vielfältige Art und Weise anbeten. Das Schöne ist, wenn wir uns beim Thema „Jesus Christus“ einig sind.
