Gemeindebrief

von Dezember 2009 bis Febraur 2010
 
Gott spricht:
Ich will euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt.
Fürchtet euch nicht und stärkt eure Hände.
 
Monatsspruch für den Monat Dezember aus Sacharja 8,13

Liebe Gemeindeglieder,
 
die letzten Tage des Jahres 2009 sind angebrochen. Welche „persönlichen Geschichten“ könnten die vergangenen Tage erzählen?
Was haben Sie mit der Jahreslosung 2009 erlebt?
„Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“
Nehmen Sie sich etwas Zeit, lassen Sie das Jahr noch einmal an sich vorüberziehen, zünden Sie sich eine Kerze an und lassen Sie diesen Vers auf sich wirken.
Ich möchte Sie gerne einladen zu einer Geschichte aus dem Lukasevangelium Lk.18. 18-30. Lukas erzählt, von einem Menschen, der viele Güter hat. Er ist reich und erfolgreich. Er kann sich viel leisten und hat sich schon viel geleistet. Er hat Einkommen und Auskommen, Wohlstand und Reichtum. Dieser Mensch hat aber noch mehr. Mit den
äußeren Gütern sind auch die inneren Werte mitgewachsen. Es ist ein Mensch wie man es sich wünscht, ohne Lug und Trug, ohne Falsch und Neid. Ein Mensch mit Anstand. Seine Ehe und Familie sind in bester Ordnung. Gottes Gebote hat er mit ganzem Ernst und aller Kraft gehalten.
Dieser Mensch hat noch ein weiteres Geheimnis. Er hat noch die wichtigste und beste Frage nach dem ewigen, göttlichen Leben. Dieser Mensch hat auch den Mut sich einzugestehen, dass ihm noch etwas fehlt.
Lukas erzählt, dieser Mensch kommt zu Jesus gelaufen, er wirft sich auf die Erde, macht sich zum Bettler und fragt: „Was soll ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe.“ Dieser Mensch bekommt von Jesus eine Antwort, doch diese Antwort passt ihm nicht. Jesus legt den Finger auf die Wunde.
Für den Menschen in unserer Geschichte ist es der Reichtum, der ihn zu sehr gefangen nimmt. Für andere Menschen ist
es nicht der Besitz, sondern der eigene Erfolg, das eigene Gottesbild, die Vorstellungen, die sie sich vom Leben gemacht haben oder ihre Gewohnheiten.
Woran klammere ich mich fest?
Manchmal ist es ein Lebensmuster, das mich zwar beeinträchtigt an dem ich mich aber trotzdem festhalte. Diese Geschichte endet traurig, der Mensch verliert den Mut. Er denkt an das Fehlende und nicht an das was er bekommen soll.
Die Geschichte will uns mahnen nicht traurig wegzugehen, sondern uns von dem zu lösen, loszulassen was uns bindet.
Gottes Wort hat die Kraft zur Veränderung. Wer sich darauf einlässt, wird durchströmt vom lebensschaffenden Geist Gottes.
An dieses Wunder erinnert uns auch die Weihnachtgeschichte.
Maria, die Mutter Jesu, lässt ihre eigenen Vorstellungen los und lässt sich auf den Glaubensweg ein. Josef, der Verlobte Marias, lässt seine eigene Vorstellungen los und lässt sich auf den Glaubensweg ein. Was uns unmöglich erscheint, das schenkt uns Gott.
Ich wünsche Ihnen viele persönliche Erlebnisse.

Ihr Paul Möhrer
(Laienvorsitzender des KGR)
 

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