Konfirmanden zu Gast
von Birgit Kurzenberger„Konfirmanden zu Gast bei Christen“, so hieß das Projekt, bei dem Konfirmanden Einblick in die Gemeinde bekommen sollten.
Jeweils drei Konfirmanden besuchten ein Gemeindeglied.
Der Sinn und Zweck dieses Projekts war es, dass der Konfirmand eine Person aus der Gemeinde näher kennen lernen sollte, die ihm ein wenig über das Christsein und das Leben in einer Gemeinde vermittelt sollte.
Am Freitag, den 17. 10. 2008, war es nun soweit.
Drei Konfirmanden hatten sich bei mir zu besagtem Termin gemeldet. Meine Jungs (5 und 2 Jahre alt) warteten schon gespannt auf den Besuch.
Nach ein paar einleitenden Sätzen meinerseits übergab ich das Kommando zurück an die Jungs. Paul wurde kurzerhand einstimmig von den zwei anderen zum Moderator ernannt. Er stellte mir die Fragen anhand des Interviewbogens. Kaum setzte ich zu einer Antwort an, schrieben die Jungs auch schon mit. „Welche drei Dinge sind typisch für dich?“ oder „Was gefällt dir in unserer Gemeinde gut?“ waren noch einfache Fragen.
Weiter ging es mit den Fragen: „An welcher Stelle arbeitest du aktiv mit?“ und „Wodurch und wann kamst du zum Glauben?“
Kurz vor Abendessenszeit kam mein Mann nach Hause, und wir konnten gemeinsam den angegebenen Bibeltext aus der Apostelgeschichte 5,17-42 (Die Apostel vor dem Hohen Rat) mit den Jungs lesen und besprechen. Der Kernsatz aus diesem Text lautete für uns „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Vers 29). Das hört sich so einfach an, bleibt aber wahrscheinlich mal mehr, mal weniger konkret eine lebenslange Lernaufgabe.
Nachdem wir unser Programm beendet hatten, „durften“ die drei jedoch erst gehen, nachdem sie sich von unseren zwei Jungen ins Kinderzimmer schleppen ließen und es gebührend bewundert hatten.
Es war eine nette, recht ruhige Begegnung mit den drei Teenagern. Erleichtert, ihre Aufgabe ohne große Probleme bewältigt zu haben, zogen sie sich schnell wieder die Schuhe an und verschwanden ins Wochenende.
