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Gemeindebrief
von Dezember 2008 bis Februar 2009Gott spricht:
Ich will euch trösten,
wie einen seine Mutter tröstet.
Monatsspruch für den Monat Dezember aus Jesaja 66,13
Liebe Gemeindeglieder,
manchmal genügt es, dass der Papa tröstet. Wenn der Kleine mal wieder seine Nase als Bremse eingesetzt hat oder wenn er sich ärgert, weil er die Bücher aus der Bücherei nicht eigenhändig zerreißen darf. Aber wenn es ganz dicke kommt, dann ist der Papa als Tröster nicht mehr gut genug. Wenn die Haut wund ist oder die Müdigkeit überhand nimmt. Dann hilft nur noch eins: den Kleinen schnellstens zur Mama transportieren. Mama – ja, sie hilft, sie beruhigt, sie tröstet! Wer kann schon trösten, wie es nur die eigene Mutter kann?
Auf diese Erfahrung spricht das Gotteswort, das der Prophet ausrichtet, die trostbedürftigen Zuhörer an: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Denen, die es damals hören, ist es zum Weinen. Sie fühlen sich am Boden zerstört. Vielleicht so wie die deutsche Kriegsgeneration beim Besichtigen der zerbombten Städte. Aber nun kündigt der „Büttel Gottes“ eine neue Stadt an, eine Rückkehr der Totgeglaubten, ein herrliches Zusammensein. Wirklich wahr? Dann kann man nicht mehr weinen, nur noch staunen!
Sind wir noch ganz bei Trost? Vielleicht lässt uns manche Nachricht aus der großen Weltpolitik frösteln. Vielleicht kommt uns manche Berufsaufgabe öde und trostlos vor. Vielleicht erleben wir manche Enttäuschungen, die eigentlich zum Weinen sind.
Was tröstet uns? Bachs Musik, die etwas Tröstliches hat? Ein schönes Wochenende? Ein kleines Glück? Besser jedenfalls als der gefährliche „Tröster Alkohol“. Als der Seelsorger, der wirklich trösten kann, kommt Gott auf uns zu. Wie die Mutter, die uns immer wieder innerlich ins Lot gebracht hat. An diese mütterliche Kunst kann uns zur Weihnachtszeit Maria erinnern, die ihr Kind Jesus sicherlich öfters trösten musste.
Allerdings weist Maria von sich weg. Sie weist darauf hin, „dass dieses schwache Knäbelein soll unser Trost und Freude sein, dazu den Satan zwingen und letztlich Frieden bringen“.
Ein tröstliches Christfest und ein gesegnetes Jahr 2009 wünscht Ihnen

