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Renovierung der Nikolauskirche
Mitte Juli war es soweit. Nach Genehmigung durch den Oberkirchenrat und nach Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt konnte mit der Renovierung unter Federführung von Architekt Ludger Schmidt aus Steinenbronn begonnen werden.Zunächst musste ein Gerüst aufgestellt werden, um Arbeiten an der Decke und den Wänden ausführen zu können.
Nun konnte die Kassettendecke aus der Nähe in Augenschein genommen werden und siehe da, an einzelnen Platten und Deckleisten hatten sich die Holzwürmer zu schaffen gemacht; dies wird auch nach der Neugestaltung zu sehen sein.
Die Elektro-Installation war ein wichtiges Renovierungsziel, denn sie entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen und die Gefahr eines Brandes konnte nicht mehr ausgeschlossen werden, außerdem bestand Unfallgefahr. Da im Kirchengemeinderat Fachkompetenz vorhanden war, wurde vorgeschlagen, möglichst viele Eigenleistungen zu erbringen. Besonders dankbar sind wir, dass viele Personen aus der Gemeinde durch ihren ehrenamtlichen Einsatz wesentlich zur Kosteneinsparung beigetragen haben.
In der Zwischenzeit ist die moderne Deckenbeleuchtung montiert worden und wir sind gespannt, welchen ersten Eindruck unsere Kirchenbesucher haben werden.
Malermeister Klaus Kizler hat sich mit seinen Mitarbeitern große Mühe gegeben, um den Wünschen von Denkmalamt, Architekt und Kirchengemeinderat gerecht zu werden.
Durch die farbliche Veränderung der Decken und zusätzlichen Farben an den Wänden hat unsere Nikolauskirche einen neuen Ausdruck bekommen.
Da bisher unser Mesner nur einen kleinen Raum zur Verfügung hatte, war es für alle Verantwortlichen ein Anliegen, hier Verbesserungen zu schaffen.
Sein Bedienpult wird jetzt einen Teil der letzten zwei Kirchen
bänke in Anspruch nehmen. Von dort aus kann er dann alle Funktionen ausführen, die bei Gottesdiensten und sonstigen Veranstaltungen nötig sind. Auch Verbesserungen im Technik- und Mesnerraum sind vorgesehen.
Die Beschallung wird ebenfalls verbessert, wobei nicht alle technischen Möglichkeiten umgesetzt werden können.
Durch eine neue Innenwand an der Westseite wird ein zusätzlicher Aufbewahrungsraum geschaffen.
Der Schriftentisch und die Gesangbuch-Ablage werden neu gestaltet und für die Garderobe mit Schirmständer gibt es neue Möglichkeiten.
Rainer Berg hat die Schreinerarbeiten übernommen; die Metallteile für die Beleuchtung lieferte die Firma Kurzenberger.
Wenn auch vieles bei dieser Renovierung instand gesetzt oder erneuert werden konnte, so bleiben doch manche Maßnahmen außerhalb unserer Möglichkeiten:
- Wärmeverglasung der Fenster auf der Nordseite
- Konservierung und Restaurierung einschließlich Fenstererneuerung im Chor
- Neue Heizung für die Sakristei
- Lüftungssteuerung für Kirchenschiff und Chor
- Fest montierte Leinwand hinter dem Chorbogen
- Anschaffung eines Beamers.
Noch weitere Überraschungen ergaben sich, die Mehrkosten verursachen werden:
- Ein Deckentragbalken auf der Kirchenbühne muss erneuert oder verstärkt werden.
- Die Kanzeltreppe ist schadhaft und muss deshalb unterbaut werden.
- Boden und Bänke auf der Empore müssen versiegelt bzw. gestrichen werden.
Nun hoffen wir, dass am 3. Advent die Nikolauskirche wieder für den Gottesdienst zur Verfügung steht.
Für alle Mithilfe möchten wir an dieser Stelle herzlich danken; unser Dank gilt auch allen Spendern, die für eine Erleichterung bei der Finanzierung gesorgt haben.
Ein Bericht von Alfred Möhrer und Paul Möhrer

